MINIMALINVASIVE ANSÄTZE IN DER ZAHNMEDIZIN

MINIMALINVASIVE ANSÄTZE IN DER ZAHNMEDIZIN

Zerrin Işık Tüfekçi

Die Gründerin der Evrensel Klinik für Mund- und Zahngesundheit, Zahnärztin Zerrin Işık Tüfekçi, betont, dass sich heutige Patientinnen und Patienten bei einem Zahnarztbesuch überwiegend für einfache, zeitsparende Behandlungsmethoden entscheiden, bei denen die gesunde Zahnsubstanz maximal erhalten bleibt. In diesem Zusammenhang spricht sie über den minimalinvasiven Ansatz, der darauf abzielt, Gewebeschäden auf ein Minimum zu reduzieren.

Einer der auffälligsten Bereiche des menschlichen Gesichts ist zweifellos der Mund – und der Hauptgrund dafür sind die Zähne. Menschen mit einem strahlenden Lächeln und gut ausgerichteten, weißen Zähnen ziehen mit ihrem positiven und angenehmen Erscheinungsbild sofort Aufmerksamkeit auf sich. Schöne und gesunde Zähne gehören zu den wichtigsten Bestandteilen des persönlichen Erscheinungsbildes.

Behandlungsalternativen, die unter dem Begriff „minimalinvasiver Ansatz“ zusammengefasst werden und eine möglichst schonende Therapie zum Ziel haben, zählen in den letzten Jahren zu den meistdiskutierten Themen in der modernen Medizin und Zahnheilkunde. Das Bewusstsein der Patientinnen und Patienten sowie ihre Erwartungen an Behandlungen haben sich im Vergleich zu früher deutlich verändert. Die Mehrheit bevorzugt hochwertige, wirtschaftliche, einfache, schmerzfreie und zeitsparende Behandlungsmethoden, die die natürliche Zahnsubstanz bestmöglich erhalten und den Alltag nicht beeinträchtigen.


So können Patientinnen und Patienten, die mit der Zahnfarbe unzufrieden sind, ihre Wunschfarbe durch Zahnaufhellungsverfahren erreichen, anstatt ihre Zähne für Kronen beschleifen zu lassen. Personen, die unter Zahnzwischenräumen, Farb- oder Formunregelmäßigkeiten leiden, entscheiden sich häufig für Porzellan- oder Komposit-Laminate, bei denen nur eine minimale Präparation erforderlich ist – oder in vielen Fällen gar keine – anstelle einer vollständigen Überkronung aller Zähne. Diese Behandlungen sind umgangssprachlich als Bonding und Veneers (auch Lumineers bzw. Keramikveneers) bekannt. Selbst in der Implantatchirurgie werden für Patientinnen und Patienten, die auf aufwendige und zeitintensive Verfahren verzichten möchten, kurze Implantate oder alternative chirurgische Konzepte als Behandlungsoptionen angeboten.

Zahnfehlstellungen und Engstände können sowohl physische als auch psychische Belastungen im sozialen Leben verursachen. Bei schief stehenden Zähnen treten häufig schnellere Verfärbungen und Karies auf. Neben einem ästhetisch unerwünschten Erscheinungsbild können Zahnfehlstellungen das freie Lächeln ein Leben lang einschränken und zudem die Entstehung von Zahnfleischerkrankungen begünstigen. Orthodontische Behandlungsmethoden bieten im Vergleich zu vielen anderen Korrekturverfahren deutlich minimalinvasivere Lösungen. Eine Behandlung im Kindesalter ist besonders sinnvoll, da soziale und berufliche Anforderungen im späteren Leben die Entscheidung für feste Zahnspangen erschweren können. Vor allem in Berufsfeldern wie Marketing, Vertrieb, Medien, Film und Theater können Brackets und Drähte als ästhetisch störend empfunden werden.

In einer Zeit, in der minimalinvasive Ansätze zunehmend an Bedeutung gewinnen, zählt die kieferorthopädische Behandlung mit transparenten Alignern, die bei ausgewählten Patientinnen und Patienten ohne Brackets oder Drähte angewendet werden kann, zu den beliebtesten Therapien der letzten Jahre. Dabei wird auf Grundlage digitaler Scans des Gebisses ein individueller Behandlungsplan von spezialisierten Kieferorthopädinnen und Kieferorthopäden in internationalen Zentren erstellt. Mithilfe einer dreidimensionalen Simulation kann die Patientin oder der Patient bereits im Vorfeld sehen, wie viele Aligner verwendet werden und wie Zähne sowie Gesichtsprofil nach Abschluss der Behandlung aussehen werden. Die Therapie erfolgt durch das Tragen der transparenten Schienen in wöchentlichen Intervallen und wird beendet, sobald die Zähne die angestrebte ideale Position erreicht haben. Diese innovative ästhetische Lösung mit nahezu unsichtbaren Alignern ermöglicht es Menschen, die sagen „Ich kann keine Zahnspange tragen“, ihre Zähne schonend und ohne Veränderung der natürlichen Zahnstruktur zu begradigen.

Wie dieses Behandlungsbeispiel zeigt, steht die zunehmende Anwendung minimalinvasiver Verfahren in der Zahnheilkunde in direktem Zusammenhang mit der fortschreitenden Digitalisierung. Das Ergebnis sind kürzere Behandlungszeiten, geringere Kosten und besser vorhersehbare Therapieergebnisse – eine äußerst positive Entwicklung sowohl für unsere Gesundheit als auch dafür, dass das Lächeln nie aus unseren Gesichtern verschwindet.


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