Die Gläserne Decke Durchbrechen: weibliche Unternehmertum und der Kampf in der Zahnmedizin

Die Gläserne Decke Durchbrechen: weibliche Unternehmertum und der Kampf in der Zahnmedizin

„Frauen gründen nicht nur Unternehmen; sie bringen auch Vertrauen, Stabilität und Sensibilität in das System.“ 


Die Reise einer Unternehmerin 

Eine Frau in der Geschäftswelt zu sein, ist an sich schon eine Geschichte des Unternehmerturms. Unternehmertum erfordert Mut, Ausgeglichenheit, Opferbereitschaft und unerschütterliche Entschlossenheit. Doch im Gesundheitswesen formt sich weibliches Unternehmertum nicht nur durch Wissen und Können, sondern auch durch einen unsichtbaren Widerstand. Denn vor Frauen steht nach wie vor ein schwer überwindbares Hindernis: die gläserne Decke. 


Eine Geschichte, die in der Konur-Straße begann

Meine Geschichte begann in einer 40 Quadratmeter großen Praxis in der Konur-Straße in Ankara. Eines Tages brachte ein Ladenbesitzer seine Frau und Kinder zur Behandlung, sagte jedoch, dass er für sich selbst zu einem männlichen Zahnarzt gehen würde. Als ich fragte „Warum?“, antwortete er: „Kann eine Zahnärztin einen Zahn ziehen? Ich habe Angst.“ Ich lächelte und sagte: „Zähne ziehen ist keine Frage der Kraft, sondern Der Technik.“ An diesem Tag wurde mir klar, dass ich nicht nur Patienten, sondern auch viele tief verwurzelte Vorurteile behandeln würde. 


Der erste Schlag gegen die gläserne Decke

Als ich meine eigene Klinik gründete, war der Weg voller Herausforderungen – Finanzierung finden, Vertrauen gewinnen, Unternehmensführung lernen. Doch die eigentliche Prüfung begann, als ich merkte, dass es diese unsichtbare gläserne Decke tatsächlich gibt. Hinter jeder Aussage, die vorgibt, Frauen im Berufsleben zu unterstützen, schwebt eine stille Frage: „Kann eine Frau das wirklich schaffen?“ Dieser leise Zweifel verzögerte auch den Anstieg des Vertrauens in Zahnärztinnen um Jahre. Dabei erhalten wir Frauen die gleiche Ausbildung, bringen die gleiche Leistung und arbeiten mit der gleichen Sorgfalt. In der Zahnmedizin macht nicht das Geschlecht den Unterschied, sondern die Vertrauensbeziehung zum Menschen. 






„Unterstützt Ihr Ehemann Sie?“

Eine der schwierigsten Phase auf meinem unternehmerischen Weg war die Suche nach der Anfangsfinanzierung. Meine Familie sagte: „Geh in eine staatliche Einrichtung – dort ist das Gehalt sicher.“ Doch ich war fest entschlossen, meine eigene Klinik zu eröffnen. Bei Förderanträgen hörte ich am häufigsten folgende Frage: „Sie wollen eine Klinik eröffnen? Unterstützt Ihr Ehemann oder Ihre Familie Sie?“ Diese Frage spiegelte das unbewusste Vorurteil unserer Gesellschaft wider. Doch Unternehmertum ist keine Frage des Geschlechts, sondern eine Frage von Vision und Mut. 


Die weibliche Belastbarkeit im Gesundheitswesen 

Eine Klinik am Laufen zu halten, erfordert nicht nur Kapital, sondern auch Kontinuität. Wirtschaftliche Schwankungen, währungsabhängige Materialpreise, steigende Personalkosten… Aber in der Zahnmedizin sind Kompromisse unmöglich, denn im Mittelpunkt steht immer die Gesundheit des Menschen. Genau hier kommt die größte Stärke des weiblichen Unternehmertums zum Tragen: Geduld, Stabilität und Nachhaltigkeit.  


Neue Absolventen und ein schrumpfender Sektor 

Die schnell wachsende Zahl zahnmedizinischer Fakultäten in der Türkei hat in den letzten Jahren ein neues Problem hervorgebracht: Jedes Jahr versuchen Tausende Absolventinnen und Absolventen, ihren Platz in einem zunehmend engen Berufsfeld zu finden. Wenn der Wettbewerb sich vom Qualitätsfokus hin zu reinen Zahlen verschiebt, geraten sowohl Ethik als auch wirtschaftliches Gleichgewicht ins Wanken. Deshalb wollte ich nicht nur meine eigene Klinik vergrößern, sondern eine Arbeitskultur schaffen, die jungen Kolleginnen und Kollegen Inspiration bietet. Denn echter Erfolg misst sich nicht nur daran, selbst zu bestehen, sondern auch daran, anderen den Weg zu ebnen. 


Mehr als nur eine Klinik

Eine Gesundheitsrichtung zu führe, unterscheidet sich grundlegend von anderen Betrieben. Hier geht es nicht nur um Patientenzufriedenheit; Ethik, Personalmanagement, gesetzliche Vorgaben und Qualitätsstandards spielen ebenso eine zentrale Rolle. Jede Entscheidung hat eine medizinische, administrative und menschliche Dimension. Um dieses Gleichgewicht herzustellen, bedarf es langer Arbeitszeiten, ständigen Strebens nach Erneuerung und, am wichtigsten, niemals aufzugeben.





Die gläserne Decke zerschlagen 

Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich, dass mich jede Herausforderung stärker gemacht hat. Die gläserne Decke zerbricht selten mit einem einzigen Schlag; sie bricht durch Geduld und wiederholte Anstrengung. Zuerst glaubte ich an mich. Und irgendwann wurde diese Decke weniger spürbar. 

Frauen gründen nicht nur Unternehmen; sie bringen auch Vertrauen, Stabilität und Sensibilität in das System. Meine unternehmerische Reise ist nicht nur die Geschichte einer Klinik, sondern der sichtbare Kampf weiblicher Arbeit, Geduld und Professionalität. Und ich weiß, dass diese Geschichte nicht nur meine ist – ist gehört allen Frauen, die diese gläserne Decke berühren, sie zum Reißen bringen und am Ende das Licht hereinlassen. 


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